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Freitag, den 13.08.2010
"Raus aus den Schulden"
Das Städte-Bündnis "Raus aus den Schulden" wird immer größer. Wuppertal war eine der 18 Gründungs-Kommunen, die mehr Geld von Bund und Land fordern - jetzt gehören dem Bündnis 20 Städte und sieben Landkreise an. Viele zusammen seien stärker als einer alleine, sagten Oberbürgermeister Peter Jung und Stadtkämmerer Johannes Slawig in einer Zwischenbilanz. Wuppertal alleine wäre nie soweit gekommen, sind sich die beiden einig. Allerdings ist das Aktionsbündnis noch längst nicht am Ziel. Es geht nicht nur um einen Entschuldungsfonds, wie ihn die neue NRW-Landesregierung in Aussicht gestellt hat, sondern die Kommunalfinanzen sollen grundlegend neu geordnet werden.
Viel Fördergeld fürs Bergische
Firmen aus Wuppertal und Umgebung haben überdurchschnittlich vom Förderprogramm ZIM des Bundes profitiert. 56 Projekte wurden in Wuppertal, Solingen und Remscheid gefördert. ZIM steht für Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand. Damit werden zukunftsträchtige Aktivitäten kleiner und mittlerer Unternehmen finanziell unterstützt. Im Vergleich mit ähnlich strukturierten Regionen habe das Bergische Städtedreieck viel Geld bekommen - das liege an der Innovationskraft der Unternehmen, meint die Industrie- und Handelskammer. Gefördert wurden unter anderem die Herstellung intelligenter Kabel und die Entwicklung von Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen.
Friedensheim verkauft
Das Friedensheim in Barmen wird verkauft. Das evangelische Gemeindezentrum am Mühlenweg gehört künftig einer Wuppertaler Immobiliengesellschaft. Die Gemeinde Gemarke-Wupperfeld kann sich den Unterhalt des Altbaus nicht mehr leisten. Das 1914 erbaute auffällige Gebäude zwischen Westkotter Straße und Vorwerk hatte den Krieg unbeschadet überstanden, danach diente es auch als Kirche. Die Gemeinde ist jetzt dabei, das Haus zu räumen. Was der neue Eigentümer mit dem Friedensheim macht, ist noch nicht klar.
Wuppertaler Elefanten-Baby in Wien geboren
Ein Wuppertaler Elefantenbaby ist vor einigen Tagen zur Welt gekommen - allerdings nicht in Wuppertal. Die Elefantendame Numbi und ihr Sohn Kibo waren im Dezember vergangenen Jahres von Wuppertal nach Wien abgegeben worden. Numbi war zu diesem Zeitpunkt schon trächtig, und brachte jetzt in Wien einen gesunden kleinen Bullen zur Welt. Vater ist der Wuppertaler Bulle Tusker. Wie gestern berichtet wird es im Wuppertaler Zoo Anfang kommenden Jahres gleich zwei Elefantengeburten geben.
Überfall-Opfer gesucht
Die Polizei sucht das Opfer eines Überfalls vom frühen Morgen. Gegen zwanzig vor vier war die Frau im Tunnel Döppersberg von einem Räuber umgestoßen worden, er wollte wohl die Tasche der Frau stehlen. Zeugen vertrieben den Täter und riefen die Polizei - die nahm den 28-jährigen kurz danach fest. Das Opfer war aber weg, die Polizei bittet die Frau, sich zu melden.
Gesco macht Plus
Auch die Wuppertaler Beteiligungsgesellschaft Gesco hält die Wirtschaftskrise für beendet. Die Auftragssituation sei so, dass man von einer Trendwende sprechen kann, heißt es. Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal um 4,3 Prozent und die Entwicklung im zweiten Quartal sei weiter positiv. Die Gesco kauft mittelständische Unternehmen, meist Nischenanbieter, und entwickelt sie weiter - zum Beispiel, wenn der Besitzer keinen Nachfolger findet.
Restplätze in der WSV-Sommerschule
Für die Fußball-Sommerschule des WSV gibt es noch einige Restplätze. Die Kurse starten jeweils montags, für beide Wochen gibt es noch die Möglichkeit, mitzumachen. Das Angebot richtet sich an Kinder zwischen sechs und 14 Jahre. Die Kinder bekommen neben professionellem Training auch ein Mittagessen und eine Stadionführung.
Weihnachtsmarkt auf dem Laurentiusplatz?
Die Einzelhändler der Friedrich-Ebert-Straße wollen in diesem Jahr einen eigenen Weihnachtsmarkt machen. Auf dem Laurentiusplatz wird von der Stadt allerdings nur ein nicht kommerzieller Markt genehmigt, sagte Michael Kozinowski von der IG Friedrich-Ebert-Straße auf Anfrage von Radio Wuppertal. Denkbar wären Stände mit weihnachtlicher Musik, Kerzenziehen und Backen. Noch ist die Finanzierung allerdings nicht geklärt. Wenn bis Anfang September keine weiteren Sponsoren gefunden werden, müssen die Pläne verworfen werden.
26 Autos zerkratzt
In Unterbarmen sind in der Nacht viele Autos zerkratzt worden. Ein Vandale machte sich an der Hünefeldstraße mit einem Stein am Lack von 26 Wagen zu schaffen. Es entstand ein Schaden von rund 45.000 Euro. Zeugen riefen die Polizei, die konnte den Täter am Matagalpa-Ufer festnehmen.
BHC testet weiter
Handball-Zweitligist Bergischer HC bestreitet heute sein zweites Testspiel in dieser Woche. Um 20 Uhr ist der BHC zu Gast bei Drittligist TuS Wermelskirchen zu einem Saisoneröffnungsspiel. Schon Morgen geht die Test-Spielreihe weiter, dann empfängt der BHC den Erstligaabsteiger GWD Minden. Das Spiel beginnt um 18 Uhr in der Klingenhalle in Solingen.
Ausländer helfen Ausländern
Menschen mit ausländischen Wurzeln sollen künftig in Wuppertal anderen Ausländern bei der Integration helfen. Die Diakonie Wuppertal bildet jetzt 24 Menschen zu Sprach- und Integrationsmittlern aus. Die sollen helfen, wenn es zwischen Behörden und Ausländern Kommunikationsprobleme gibt. Sie sollen dolmetschen und auch helfen, wenn es Differenzen wegen unterschiedlicher kultureller Hintergründe gibt. Ab sofort können die Helfer gebucht werden.
Strom: Wuppertaler sind wechselfaul
Über 90 Prozent aller Wuppertaler bekommen ihren Strom von den Wuppertaler Stadtwerken. Und das, obwohl es in unserer Stadt viele Alternativen gibt. In Wuppertal stehen etwa 100 verschiedene Tarife zur Wahl, die allerdings kaum genutzt werden. Viele Kunden haben zum Beispiel die unbegründete Angst, dass bei einem Anbieterwechsel die Stromversorgung unterbrochen wird, sagen Experten. Das sorge allerdings mit dafür, dass die Strompreise relativ hoch sind. Die WSW sind in Wuppertal der Anbieter mit dem teuersten Stromtarif. Die Konkurrenz ist bis zu 30 Prozent günstiger.
Vertagt: Drogenhandel im Gefängnis
Der Prozess um Drogenhandel im Gefängnis Simonshöfchen wird heute in einer Woche fortgesetzt. Allerdings gibt es nur noch zwei Angeklagte: eine Frau und einen Mann aus Solingen. Ein weiterer Angeklagter wurde nach Spanien abgeschoben und das Verfahren gegen ihn eingestellt. Die beiden Männer waren Insassen der JVA. Laut Staatsanwaltschaft haben sie im Simonshöfchen mit Drogen gehandelt. Dazu sollen sie immer wieder Geld auf das Konto der Frau überwiesen haben - insgesamt 1200,- Euro. Im Hafturlaub soll der Solinger das Geld bei ihr abgeholt und davon die Drogen gekauft haben, die er dann schluckte, um sie ins Gefängnis zu schmuggeln. Der Angeklagte selbst sagte zum Prozessauftakt aus, er habe nur Bargeld ins Gefängnis geschmuggelt.