
NACHRICHTEN AUS WUPPERTAL
10.03.2010
WSV will sich über Spielabsage beschweren
Der WSV will sich über die gestrige Spielabsage beim Deutschen Fußballbund beschweren. Das Spiel bei der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart war kurz vor dem geplanten Anpfiff abgesagt worden. Mannschaft, Betreuer und einige Fans waren nach Stuttgart gereist, nachdem von dort mehrfach versichert worden war, der Rasen werde bespielbar sein. Umso verärgerter zeigte sich WSV-Sprecher Thorsten Hesse am Abend. Der Schiedsrichter habe gebeten, einige wenige Flächen auf dem Rasen noch vom Eis zu befreien, das habe die Stadt Stuttgart, der das Stadion gehört, einfach nicht gemacht. Neben der Belastung durch An- und Abreise seien dem WSV auch hohe Kosten entstanden.
LKW parken Vohwinkel zu
In Vohwinkel gibt es ein Problem mit parkenden Lastwagen. Es gibt vermehrt Beschwerden über Lastwagen, die in Wohngebieten parken und teilweise auch lange dort abgestellt bleiben, heißt es von der CDU. Sie schlägt deshalb vor, einen zentralen Lastwagenparkplatz einzurichten oder sogar einen Autohof - zum Beispiel im Industriegebiet Simonshöfchen, beim neuen Gewerbegebiet VohRang oder nördlich vom Bahnhof. Weil der Bund den Bau von Autohöfen finanziert, könnte man aber auch überlegen, ob Vohwinkel als Standort so einer großen Tank- und Rastanlage in Frage kommt.
Medienprojekt dreht Filme zur Haushaltskrise
Das Wuppertaler Medienprojekt, das von Kürzungen bedroht ist, beschäftigt sich jetzt selbst mit der Haushaltskrise unserer Stadt. Am übernächsten Wochenende läuft ein Video-Workshop unter dem provokanten Titel "Wuppertal kackt ab". Die Teilnehmer sollen Videos drehen, die sich damit beschäftigen, wie es mit der Stadt bergab geht. Die Filme sollen dann öffentlich gezeigt werden und sie werden auch ins Internet gestellt. Der kostenlose Workshop beginnt am 19. März um 16 Uhr und geht bis zum 21. März. Videokenntnisse sind gern gesehen, aber keine Voraussetzung. Ab sofort kann man sich anmelden, telefonisch unter 5632647 oder per E-Mail an
info@medienprojekt-wuppertal.de
09.03.2010
Wuppertaler sind vereinsmüde
Viele Vereine in Wuppertal leiden unter Mitgliederschwund. Das hat eine stichprobenartige Umfrage von Radio Wuppertal ergeben. Vor allem kleineren Vereinen gehen die Mitglieder aus. Besonders problematisch sei es, junge Leute zum Mitmachen zu animieren. Zudem seien die meisten nicht bereit, neben dem reinen Sporttreiben am Vereinsleben teilzunehmen und zum Beispiel Aufräumdienste zu übernehmen.
Stadtschulpflegschaft: mehr über Missbrauch sprechen
An Wuppertals Schulen soll noch offener über sexuellen Missbrauch gesprochen werden. Das wünscht sich die Stadtschulpflegschaft angesichts der aktuellen Diskussion. Die aus Eltern bestehende Organisation spricht sich dafür aus, das Thema zu enttabuisieren. Man müsse erreichen, dass künftig an den Schulen niemand mehr die Augen vor Missbrauch verschließt. Das sagte uns der Vorsitzende der Schulpflegschaft, Swen Wauer. Aktuelle Fälle aus Wuppertal seien allerdings nicht bekannt, betont er. Vor allem an den Grundschulen werde bereits viel getan, um die Schüler zu sensibilisieren, man könne aber noch mehr machen, noch offener mit dem Thema umgehen. Dabei seien gerade die Eltern der Schüler gefrage. Die Stadtschulpflegschaft plant deswegen besondere Aktionen.
Grüne wollen den Trassenstreit schlichten
Die Wuppertaler Grünen wollen den Streit um die Fledermäuse auf der Nordbahntrasse beenden. Sie haben beide Seiten aufgerufen, Verständnis füreinander zu haben. Die Partei ist sowohl für den geplanten Rad- und Wanderweg, als auch für den Naturschutz. Der scheidende Parteisprecher Michael Hohagen befürchtet aber, dass Umbau oder Umweltschutz zu kurz kommen, weil die Fronten so verhärtet sind. Die Grünen hoffen, dass Wuppertalbewegung und Naturschutzverbände doch noch eine gemeinsame Lösung finden.
Personalmangel bei der Feuerwehr
Die Wuppertaler Berufsfeuerwehr kommt durch den Beförderungsstopp in Personalnot. Mehrere Feuerwehrmänner sagten im Exklusiv-Gespräch mit Radio Wuppertal, dass sich der Personalmangel bereits kritisch auf die tägliche Arbeit auswirke. In den vergangenen Wochen sind bei Einsätzen nicht mehr so viele Feuerwehrleute ausgerückt wie früher. In einem Löschfahrzeug sitzen manchmal nur noch drei statt sechs Einsatzkräfte. Dadurch dauert es auch länger, bis ein Feuer gelöscht ist. Vor allem aber leidet die Sicherheit der Feuerwehrleute selbst unter dem Personalmangel. Feuerwehrchef Siegfried Brütsch gibt zu, dass es gerade personell etwas eng sei. Aber die Sicherheit komme nicht zu kurz. Vor allem werde es ab April besser werden, weil dann 17 neue Feuerwehrleute anfangen.
Schwarzarbeiter im Von-der-Heydt-Museum
Im Von-der-Heydt-Museum sind während der Monet-Ausstellung Schwarzarbeiter beschäftigt gewesen. Das Hauptzollamt aus Düsseldorf hatte in der letzten Ausstellungswoche Mitarbeiter der Security-Firma überprüft. Zwei von ihnen waren nicht sozialversichert, fünf andere bekamen Hartz IV und hatten den Job nicht bei der Arge angemeldet. Kulturdezernent Matthias Nocke reagierte betroffen. Er betonte, dass es für die Sicherheitsfirma klare Vorschriften gegeben habe. Welche Konsequenzen die Stadt daraus zieht, ist noch unklar.
Große Sprachprobleme in Wuppertaler Kitas
In den Wuppertaler Kindergärten hat jedes zweite Kind ausländische Wurzeln. Jedes Dritte kommt aus einer Familie, die zu Hause meistens nicht Deutsch spricht. Das ergab eine Untersuchung des Landes NRW. In Wuppertal, Duisburg und Gelsenkirchen sind die Sprachprobleme in den Kitas demnach überdurchschnittlich groß.