Nachrichten vom 17.10.2017

Zweifel am Bürgerbudget

Das Bürgerbudget taugt nichts - das ist das Fazit der Wählergemeinschaft für Wuppertal. Sie schlägt vor, das Projekt einzustellen und das Geld für soziale Zwecke oder für die Unterstützung von Ehrenamtlern zu verwenden. Die WfW verweist auf die geringe Zahl der Teilnehmer bei der Online-Abstimmung. Nur etwas mehr als 1.600 Menschen hatten sich beteiligt - rund 0,5 Prozent der Bevölkerung. Die WfW sagen, das zeige, dass die Wuppertaler kein Interesse am Bürgerbudget hätten. Die Stadt selbst hatte eingeräumt, dass die Zahl hätter höher sein können. Die WfW sagt: Wenn das Bürgerbudget fortgesetzt wird, müsste die Teilnehmerzahl deutlich steigen - sonst solle das Ganze gestoppt werden.
 
 

GroKo will mehr Neubaugebiete

In Wuppertal sollen neue Baugebiete entstehen. Die Große Koalition will weitere Teile der Stadt als Bauland ausweisen. Grund ist die wachsende Zahl der Einwohner. Die Bevölkerung wird in den nächsten zwei Jahren um weitere fünf Prozent wachsen. Das macht nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Klaus-Jürgen Reese neue Flächen für den Bau von Wohnhäusern nötig. Er weist darauf hin, dass nicht nur Migranten nach Wuppertal kommen, sondern zunehmend auch Menschen, die im Raum Köln oder Düsseldorf arbeiten und hier noch relativ günstig wohnen können. CDU-Fraktionschef Michael Möller sagt, frühere Pläne seien von einer sinkenden Bevölkerung ausgegangenn - das müsse sich ändern. Zehn Hektar Land pro Jahr müssten künftig zu neuem Bauland werden.
 
 

Kritik am Haushaltsplan

Der neue Haushaltsplan der Stadt trifft bei der Opposition im Rat teilweise auf Kritik. Die Linke sagt: Die Pläne von Kämmerer Slawig sind nicht sozial. Die Kürzungen der vergangenen Jahre würden bestehen bleiben. Das widerspricht nach Auffassung der Linken dem Bündnis gegen Armut von Oberbürgermeister Mucke. Die Grünen stört, dass es im neuen Haushalt kaum Bürgerbeteiligung gibt. Das sei im Vergleich zu vorigen Haushaltsplänen ein Rückschritt. Allerdings war das Interesse an Beteiligung in den vergangenen Jahren immer sehr gering.
 
 

Marketing-Preis für Thermomix

Vorwerk bekommt den Deutschen Marketingpreis - für den Thermomix. Das Wuppertaler Unternehmen habe die High-Tech-Küchenmaschine optimal vermarktet. Online wie offline, in Sachen Kommunikation genau wie beim Vertrieb - und das Produkt sei so gut wie das Marketing. So begründet die Jury die Entscheidung. Vergeben wird der Preis vom Deutschen Marketing Verband. Vorwerk setzte sich gegen Marketing-Kampagnen unter anderem von Edeka, Hornbach und Rügenwalder Mühle durch. Insgesamt gab es 104 nominierte Unternehmen.
 
 

Straßenräuber festgenommen

In Wichlinghausen ist gestern am späten Abend ein Räuber festgenommen worden. Der Mann hatte einen 22-jährigen auf der Wichlinghauser Straße aufgefordert, seine Wertgegenstände herauszugeben. Als der sich weigerte, schlug der Täter mehrfach auf ihn ein, bis das Opfer sich in einen Kiosk flüchten konnte. Vor der alarmierten Polizei flüchete der 20-jährige Räuber, konnte aber gestellt werden. Auch der Polizei gegenüber war er sehr aggressiv und wurde vorläufig festgenommen.
 
 

Unfall wegen Herbstsonne

Am späten Montagnachmittag ist in Barmen ein Mopedfahrer schwer verletzt worden. Der 20-Jährige war auf der Hatzfelder Straße unterwegs, als er in Höhe der Grunerstraße mit einem entgegenkommenden Auto zusammenstieß. Der Autofahrer wollte links abbiegen und hatte den Mopedfahrer offenbar übersehen - vermutlich wegen der tiefstehenden Sonne. Der 20-Jährige wurde ins Krankenhaus eingeliefert.
 
 

In eigener Wohnung überfallen

In Vohwinkel ist gestern Abend ein 69-jähriger Mann in seiner eigenen Wohnung überfallen worden. Als er gegen 22 Uhr mit den Tageseinnahmen seines Geschäfts nach Hause kam, warteten schon zwei maskierte Männer auf ihn. Sie sperrten ihn ins Bad, durchsuchten die Räume der Wohnung an der Eugen-Langen-Straße und flüchteten dann mit ihrer Beute. Die Kripo ermittelt jetzt und sucht Zeugen.
Einer der Räuber war ca. 180 cm groß und trug eine blaue Steppjacke. Der andere war etwa 160 cm groß und trug einen schwarzen Anorak. Beide sprachen mit osteuropäischem Dialekt.
 
 

Aktionstag gegen Armut

Viele alleinerziehende Frauen sind von Armut betroffen - darüber will der Sozialdienst katholischer Frauen heute aufklären. Bundesweit gibt es heute Aktionen zum Tag gegen Armut, den zwei Verbände ausgerufen haben - hier in Wuppertal an den City Arkaden. Dort informiert der SkF bis 16 Uhr über seine Angebote. Der Sozialdienst unterstützt unter anderem Frauen dabei, wieder in den Beruf einzusteigen oder Familien. Und hat die Erfahrung gemacht, dass auch junge Leute schon von Armut bedroht sind - weil sie zum Beispiel arbeitslos sind und keine berufliche Perspektive haben.
 
 

Streit um Kita-Zaun

Die Stadt streitet mit einem privaten Investor um den Schutz von Kindern an der Kita Arrenberger Straße. Der Besitzer des Gebäudes sei seinen Verpflichtungen bisher nicht nachgekommen, heißt es von der Stadt. Die Eltern der Kita hatten sich beschwert, weil sie die Situation vor der Einrichtung gefährlich finden. Sie wollen einen Durchlauf-Schutz, also eine Art Zaun, damit die Kinder nicht auf die Straße laufen können. Die Stadt sagt, der Besitzer des Gebäudes sei dafür zuständig, weist aber auch darauf hin, dass auf der Arrenberger Straße nicht viel Verkehr ist - und Tempo 30 vorgeschrieben ist. Gestern hatten Eltern mit einer Kranziederlegung vor der Kita für mehr Sicherheit demonstriert.
 
 

Dieb von zwei Arbeitern gestellt

In Elberfeld haben zwei Arbeiter gestern einen Dieb gestellt - einer von beiden wurde dabei verletzt. Der Dieb hatte vorher einem elfjährigen Mädchen vor dem Cinemaxx das Handy aus der Tasche gestohlen. Als das Mädchen und seine Freunde das bemerkten, liefen sie dem Mann laut rufend hinterher. Die zwei Arbeiter verfolgten den Dieb dann ebenfalls und stellten ihn am Döppersberg. Dort bedrohte der 31-Jährige die beiden mit einem Klappmesser und verletzte einen von ihnen leicht. Die Arbeiter schafften es aber, den Mann solange festzuhalten, bis die Polizei kam. Die nahm den Dieb fest und gab dem Mädchen ihr Handy zurück.
 
 

BHC spielt im Pokal

Der Bergische HC trifft heute im Pokal-Achtelfinale auf Bundesligist HSG Wetzlar. Los geht es um 19 Uhr in der Solinger Klingenhalle. Der BHC rechnet sich einiges aus - in der zweiten Liga holte der Bundesliga-Absteiger neun Siege in neun Spielen. Das ist ein neuer Startrekord. Gegner Wetzlar ist aktuell Zehnter in der Bundesliga und hat mit Jannick Kohlbacher einen deutschen Nationalspieler und Europameister in der Mannschaft. Im Mai trafen der Bergische HC und Wetzlar noch in der Bundesliga aufeinander und spielten unentschieden. Im Pokal hat der BHC mit dem TV Hüttenberg bereits einen anderen Bundesligisten raus geworfen.
 
 

Spielplatzinitiative gewinnt Bürgerbudget

Die Gewinner des ersten Wuppertaler Bürgerbudgets stehen fest. Platz eins geht an die Spielplatzinitiative zur Waldkampfbahn. Mit 50.000 Euro sollen unter anderem mehrere neue Spielgeräte angeschafft werden. 1.600 Wuppertaler haben an der Abstimmung zum Bürgerbudget teilgenommen. Das ist nicht wirklich viel, sagt die Stadt. Dennoch ist sie überzeugt davon, dass das Bürgerbuget ein gutes Mittel ist, um die Menschen am Haushalt zu beteiligen. In zwei Jahren, zum neuen Haushalt, soll es deshalb wieder ein Bürgerbudget geben. Allerdings hat Oberbürgermeister Andreas Mucke schon angekündigt, dass die Abstimmung deutlich einfacher werden soll. Neben der Spielplatzinitiative bekommen noch mehrere Urban Gardening Projekte Geld. Außerdem die Idee einer autofreien Luisenstraße, ein Projekt für mehr Sitzbänke auf der Nordbahntrasse, die Taschengeldbörse und ein Projekt gegen Rassismus.
 
 

Stadt weiter ohne finanziellen Spielraum

Der Wuppertaler Haushalt ist im kommenden Jahr nicht ausgeglichen - ab 2019 dann aber wieder. 2021 soll die Stadt erstmals seit Jahrzehnten wieder ohne Landeshilfe auf eigenen Füßen stehen - also nicht mehr ausgeben, als einnehmen. Kämmerer Johannes Slawig ist optimistisch, dass das gelingt, sieht aber auch Risiken. Stiegen die zur Zeit niedrigen Zinsen wieder, würde das die Planungen erschweren. Auch steigende Sozialkosten oder ein schwächeres Wirtschaftswachstum könnten den Haushaltsausgleich gefährden. Sorgen macht der Stadt, dass die neue Landesregierung den Kommunen womöglich weitere Aufgaben zuschiebt - die Kosten mit sich brächten.
 
 

Kindergartenkinder fragen: "Siehst du mich?"

Kinder sind in der dunklen Jahreszeit auf den Straßen besonders gefährdet. Darauf weist die Polizei heute mit der Aktion "Siehst du mich?" hin. Im letzten Jahr waren 123 Kinder in Wuppertal in Unfälle verwickelt, etwa die Hälfte von ihnen war zu Fuß unterwegs. Im Vergleich zu 2015 sind die Zahlen gestiegen. Kinder seien oft überfordert oder könnten die Straße wegen parkender Autos nicht richtig sehen. Außerdem hätten viele Schwierigkeiten, die Geschwindigkeit von Autos einzuschätzen. Im Herbst und Winter würden Kinder zudem oft übersehen. Am Kreisel Neuenteich weist die Polizei Autofahrer heute Morgen auf die Gefahren hin - mit dabei sind Kindergartenkinder.
 
 

Polizei-Kontrollen in Wuppertal

Die Polizei hat gestern mit einem großen Aufgebot Ein- und Ausfallstraßen in Wuppertal kontrolliert. An sechs Kontrollpunkten in der ganzen Stadt wurden Autofahrer überprüft. Hauptziel waren mobile Einbrecherbanden - aber auch Verkehrsverstöße wurden geahndet. Zwei Autofahrer im bergischen Städtedreieck waren wahrscheinlich betrunken oder standen unter Drogen - beide mussten eine Blutprobe abgeben. Ein weiterer wurde per Haftbefehl gesucht - er wurde festgenommen. Auch in den Innenstädten waren Polizisten im Einsatz und kontrollierten an Stellen, an denen es viel Kriminalität gibt. Auch 20 Gewerbebetriebe wurden kontrolliert. Ähnliche Kontrollen gab es im ganzen Rheinland und im benachbarten Ausland.
 
 
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