Nachrichten vom 21.08.2017

Polizei kritisiert Privatfahndung nach Messerstechern

Nach der tödlichen Messerstecherei in Elberfeld kursieren Fotos angeblicher Täter im Internet. Die Wuppertaler Polizei sieht das kritisch. Öffentlichkeitsfahndungen seien Sache der Polizei. Wer solche Fotos veröffentlicht, mache sich möglicherweise strafbar. Verwenden wollen die Ermittler die Fotos und die Facebook-Postings trotzdem. Die sozialen Netzwerke dienten auch zur Fahndung, sagte uns eine Polizeisprecherin. Solche Fotos gehörten aber erst einmal in die Hände der Polizei. Vermutlich wird die selbst mit Fotos nach den gesuchten Männern fahnden, das muss aber vom einem Richter genehmigt werden. Gesucht werden zwei 23 und 29 Jahre alte Männer. Sie werden verdächtigt, am Freitag am Kipdorf einen Mann getötet und einen schwer verletzt zu haben. Zwei Jugendliche aus Syrien hatten sich am Wochenende schon selbst der Polizei gestellt.
 
 

WSV trennt sich von weiterem Neuzugang

Der Wupperatler SV trennt sich erneut von einem Spieler, der erst wenige Wochen da ist. Marcel Damaschek hat seinen Vertrag beim WSV aufgelöst. Erst am vergangenen Wochenende hatte er beim Heimsieg gegen Wegberg-Beeck sein Debut gefeiert. Laut Sportdirektor Manuel Bölstler war Damaschek unzufrieden mit seiner sportlichen Situation und habe deswegen um die Auflösung des Vertrags gebeten. Erst in der vergangenen Woche war mit Pierre Becken schon ein Spieler gegangen, der erst im Sommer zum WSV gekommen war.
 
 

Links-Rechts-Konflikt im Wahlkampf?

Muss die AfD in Wuppertal Angst vor Linksextremisten haben? NRW-Innenminister Reul schließt das nicht aus. Es habe schon vor der Landtagswahl einen Übergriff auf Wahlkämpfer der Rechtsaußen-Partei in unserer Stadt gegeben. Das teilt das Ministerium auf Anfrage der AfD-Fraktion bekannt. Auch für den Bundestagswahlkampf sei das grundsätzlich nicht auszuschließen. Die Linke Szene in Wuppertal sei vergleichsweise aktiv, mit dem Autonomen Zentrum gebe hier einen bekannten Szenetreffpunkt. In neun NRW-Städten gebe es solche Zentren. Landesweit geht das Ministerium von 850 Linksextremisten aus, nur ein kleiner Teil gilt als gewaltbereit.
 
 

Spiecker bräuchte wohl Direktmandat

CDU-Chef Rainer Spiecker rechnet damit, dass er den Wahlkreis Wuppertal 1 gewinnen muss, um in den Bundestag zu kommen. Sein Listenplatz 32 sei zwar nicht schlecht, aber da die CDU voraussichtlich viele Direktmandate in NRW gewinnt, dürfte er nicht ausreichen. Diese Einschätzung gab Spiecker im Gespräch mit Radio Wuppertal ab. Er zeigt sich optimistisch, im Kampf um das Direktmandat eine Chance zu haben. Die CDU hat diesen Wahlkreis seit 1961 nicht mehr gewonnen. Spieckers Gegenkandidat von der SPD, Helge Lindh, ist ein Neuling. Der bisherige Abgeordnete Manfred Zöllmer tritt nicht mehr an.
 
 

Spitzenkandidatin der Grünen in Wuppertal

Vor der Bundestagswahl im September werben Spitzenkandidaten der Parteien auch in Wuppertal um Stimmen. Den Anfang macht heute Katrin Göring-Eckardt von den Grünen. Sie tourt unter dem Motto "Zukunft wird aus Mut gemacht" durch Deutschland. Heute Abend um 18:30 Uhr ist sie bei Wicked Woods am Bergischen Plateau. Dort stellt sie sich den Fragen der Wuppertaler.
 
 

Brand in Mehrfamilienhaus

In Cronenberg hat es vergangene Nacht in einem Mehrfamilienhaus gebrannt. Ein Mann war gegen 23 Uhr auf seinem Balkon, als er den Rauchmelder hörte und den Brand im Schlafzimmer entdeckte. Er rief die Feuerwehr und verließ seine Wohnung an der Oberheidter Straße. Die Feuerwehr löschte den Brand. Der 24-Jährige wurde mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Sonst wurde niemand verletzt. Die betroffene Wohnung wurde beschlagnahmt, die Polizei ermittelt jetzt, wie der Brand entstanden ist. Zum Sachschaden kann sie noch nichts sagen.
 
 

Forscher sollen Bahnhofsviertel sicherer machen

Wuppertaler Forscher sollen helfen, Bahnhofsviertel sicherer zu machen. Sie sind an einem Projekt mehrerer Hochschulen beteiligt. Der Bund fördert das mit 930.000 Euro. Ziel ist es, den Ruf der Bahnhofsviertel deutschlandweit zu verbessern. Die Gegend um Bahnhöfe gilt in vielen Städten als Kriminalitätsschwerpunkt, auch in Wuppertal trifft sich hier die Drogenszene. Die Forscher sollen Ideen entwickeln, wie man das ändern kann. Die Wuppertaler Forscher kümmern sich dabei vor allem darum, ob und wie man mit städtebaulichen Mitteln die Kriminalität eindämmen kann.
 
 

Zwei Unfälle mit Schwerverletzten

Am Wochenende sind zwei Menschen bei Verkehrsunfällen schwer verletzt worden. Ein älteres Ehepaar war am frühen Samstagabend auf der Schwelmer Straße Richtung Beyenburg unterwegs. Der 78-jährige Fahrer verlor die Kontrolle über das Auto und prallte frontal gegen einen Baum. Seine 74-jährige Frau wurde dabei so schwer verletzt, dass sie vor Ort reanimiert werden musste. Auch der Mann wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Wie der Unfall passierte, ist noch unklar. Die Polizei hat dem Mann eine Blutprobe entnommen und seinen Führerschein sicher gestellt. Auf der Südstraße ist am Samstag außerdem ein 78-jähriger Radfahrer schwer verletzt worden. Er war ungebremst auf einen LKW aufgefahren, der vor einer roten Ampel stand.
 
 

Stadtwerke arbeiten in der Wupperstraße

Ab heute können Autofahrer nicht mehr vom Hofkamp in die Wupperstraße abbiegen. Das gilt voraussichtlich zwei Wochen lang. So lange erneuern die Stadtwerke in der Wupperstraße einige Hausanschlüsse. Eine Umleitung ist ausgeschildert.
 
 

Ermittlungen nach Messerattacken gehen weiter

Nach der Messerstecherei in der Elberfelder Innenstadt ist das 25-jährige Opfer außer Lebensgefahr. Auch nach der Festnahme von zwei Jugendlichen aus Syrien ermittelt die Polizei weiter. Gesucht werden noch zwei 23 und 29 Jahre alte Männer. Wer am Freitagnachmittag Videoaufnahmen von der Tat am Kipdorf gemacht hat, soll sie den Ermittlern zur Verfügung stellen. Die Polizei geht davon aus, dass Streitigkeiten unter Geschäftsleuten bei der Tat eine Rolle gespielt haben. Ein Mann starb bei dem Angriff. Ein ganz anderes Motiv vermuten die Ermittler bei der Messerattacke am Samstagabend vor einem Bistro an der Berliner Straße in Oberbarmen - die Hintergründe seien wohl im familiären Bereich zu suchen. Ein 53-jähriger Mann wurde lebensgefährlich verletzt. Passanten hielten den 42-jährigen Verdächtigen fest, bis die Polizei kam. Gegen ihn wird jetzt wegen des Verdachts der versuchten Tötung ermittelt.
 
 

Bürgerverein Nächstebreck will kleineres Gewerbegebiet

In Nächstebreck wehren sich Anwohner weiter gegen die Pläne der Stadt, ein Gewerbegebiet zu erweitern. Auf 120.000 Quadratmetern sollen sich Firmen ansiedeln können. In Wuppertal gibt es nur wenige Flächen, die dafür überhaupt in Frage kommen. Der Bürgerverein Nächstebreck hat allerdings bereits 6.000 Unterschriften gegen die Pläne gesammelt. Hermann Josef Richter vom Bürgerverein sagt, Ziel sei nicht, grundsätzlich ein Gewerbegebiet zu verhindern, allerdings dürfe es nicht ganz so groß werden. Diese Stadt lebe nur, wenn sie genug Arbeitsplätze habe - und in den letzten Jahren seien zu wenig neue geschaffen worden. Deshalb müsse man sich um Kompromisse bemühen. Sollten Stadt und Politik sich darauf nicht einlassen, will der Bürgerverein weitere Unterschriften sammeln. Ziel wäre dann ein Bürgerbegehren.
 
 

Autobahnbrücke wird ab heute neu gebaut

Straßen NRW beginnt heute mit dem Neubau der Autobahnbrücke Westring. Eine Hälfte der alten Brücke ist jetzt komplett abgerissen. Der komplette Verkehr läuft über die andere Hälfte - dort gibt es täglich Stau, weil es ziemlich eng ist. Ab heute wird erstmal der Baugrund bearbeitet. Straßen NRW setzt ein großes Bohrgerät ein. Die Brücke wird auf 90 großen Pfählen errichtet, die in den Boden eingelassen werden. Die Arbeiten haben keinen Einfluss auf den Verkehr auf der Autobahn, weil sie abseits der Strecke stattfinden. Sie sollen bis Ende Oktober dauern. Die Brücke Westring ist stark beschädigt und muss komplett erneuert werden. Das dauert insgesamt bis Frühjahr 2020.
 
 

BHC im Achtelfinale des DHB-Pokals

Der Bergische HC hat die ersten Pflichtspiele der Saison gewonnen. Im DHB-Pokal gewann der BHC nach dem Sieg am Samstag gestern auch noch gegen den Bundesligaaufsteiger TV Hüttenberg. Am Ende der Partie stand es 26 zu 22. Damit steht der BHC im Achtelfinale. Das erste Heimspiel in der zweiten Handball-Bundesliga steht am Samstag an. Dann trifft der BHC in der Unihalle auf Dresden.
 
 
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