Nachrichten vom 04.04.2019

Razzia gegen Schleuserbande

In Wuppertal und anderen Städten hat es heute eine große Razzia gegen eine Schleuserbande gegeben. Die Bundespolizei durchsuchte Wohnungen und Geschäftsräume hier in der Stadt, in Köln, Moers, Rheinbach sowie in einem Ort im Westerwald. Dort leben oder arbeiten Menschen, die von der Schleuserbande nach Deutschland geholt worden sein sollen. Die Bundespolizei stellte heute Arbeitsverträge und Abrechnungen sicher, außerdem Handys, Computer, Gold, 20.000 Euro und eine Waffe. Die Hauptverdächtigen, gegen die sich die Razzia richtete, sind drei Deutsche und ein Rumäne. Die Bande soll aber noch größer sein. Es gab schon im November Durchsuchungen im gleichen Fall. Der Vorwurf: Die Bande schleust Ausländer ein - vor allem aus der Ukraine und Moldawien - und lässt sie mit falschen Dokumenten hier arbeiten, vor allem auf dem Bau und zu Hungerlöhnen.
 
 

Bienenseuche: Sperrbezirk bei Beyenburg

In Radevormwald ist eine Bienenseuche aufgetreten - die Amerikanische Faulbrut. Deswegen sind Teile von Wuppertal ab sofort Sperrbezirk. Dort dürfen keine Bienenvölker hinein- oder herausgebracht werden. Betroffen ist das Gebiet zwischen Beyenburg und Radevormwald. Die Bienenseuche ist für Menschen ungefährlich. Sie tötet die Brut der Bienen. Ausgewachsene Tiere können die Krankheit nicht bekommen, aber übertragen.
 
 

Eurobahn wird schon wieder bestreikt

Auch heute Nachmittag gibt es voraussichtlich Probleme beim Regionalexpress 13 nach Hamm und Venlo. Schon zum zweiten Mal am heutigen Tag sind die Mitarbeiter des Betreibers Eurobahn zum Warnstreik aufgerufen. Der erste dauerte am Morgen von 7 bis 9 Uhr. Der zweite soll nun von 14 bis 18 Uhr dauern. Die Gewerkschaft EVG fordert im aktuellen Tarifstreit 7,5 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten. Die Züge aus Wuppertal werden womöglich ganz ausfallen. Eurobahn prüft, ob stattdessen Ersatzbusse starten können.
 
 

Solaranlagen: FDP und Grüne in der Sache einig

Solaranlagen auf möglichst vielen städtischen Gebäuden - das fordert die Wuppertaler FDP. Sie beantragt in der kommenden Ratssitzung, auf allen Dächern zu prüfen, ob sie für Photovoltaik-Anlagen geeignet sind. Die Grünen sagen: Das ist gar nicht nötig, denn das wird schon gemacht. Die Prüfung sei Teil eines erst im Februar verabschiedeten Ratsbeschlusses für mehr Grün in der Stadt. Die Grünen erinnern außerdem daran, dass die FDP ähnlich lautende Anträge anderer Fraktionen in der Vergangenheit stets abgelehnt hat.
 
 

Uni: StuPa will sich für Seilbahn einsetzen

Die Wuppertaler Studierendenschaft will sich für die Seilbahn stark machen. Das Studierendenparlament hat gestern einem Antrag der Jusos zugestimmt - mit knapper Mehrheit. Ziel ist es, das Thema Seilbahn in der Öffentlichkeit zu diskutieren und die Vorteile zu verdeutlichen. Der Bürgerentscheid in Wuppertal ärgert die Studierenden, weil sie wohl am meisten von der Seilbahn profitieren würden - aber zum großen Teil nicht mitstimmen dürfen. 14.000 Studierende und nochmal 1.000 Mitarbeiter der Uni sind nicht wahlberechtigt. Am 26. Mai dürfen die Wuppertaler ihre Meinung zu der geplanten Seilbahn zwischen Döppersberg, Uni und Hahnerberg abgeben.
 
 

Wuppertaler Industrie wächst und wächst

Die Industrie hat sich in Wuppertal besonders stark entwickelt. Vergangenes Jahr gab es 190 Betriebe mit rund 25.800 Beschäftigten - das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 2017, meldet eine landesweite Statistik. Außerdem vergrößerte die Industrie ihren Umsatz um über sechs Prozent, der Auslandsanteil stieg noch mehr - damit liegt sie in Wuppertal weit über dem NRW-weiten Durchschnitt. In kaum einer anderen Stadt hat sich die Industrie im vergangenen Jahr so sehr verbessert wie hier. Der Gesamtumsatz der Branche in Wuppertal liegt aktuell bei über 4,7 Millarden Euro.
 
 

Klimafreundliche Druckerei ausgezeichnet

Die Barmer Druckerei "Offset Company" ist vom Land NRW als besonders klimafreundlich ausgezeichnet worden. Sie erhielt die Auszeichnung "Schrittmacher" für freiwillige überdurchschnittliche Klimaziele. Die Druckerei verwendet zum Beispiel mineralölfreie Farben und liefert ihr Papier immer öfter in selbst produzierten Holzkisten aus, statt in Kunststoffverpackungen. Außerdem wurde der gesamte Druckprozess so umgestaltet, dass er besonders effizient ist.
 
 

Prozess nach Überfall auf Taxifahrerin

Ein traumatischer Überfall auf eine Taxifahrerin wird heute im Amtsgericht verhandelt. Der Angeklagte aus Wuppertal soll sich ein Taxi bestellt und der Taxifahrerin dann durch das offene Autofenster das Portemonnaie abgenommen haben. Darin waren 250 Euro. Die Taxifahrerin wurde laut Staatsanwaltschaft gegen die Schulter gestoßen und erlitt blaue Flecke. Außerdem hat das Opfer auch mehr als ein Jahr nach dem Überfall Schlafstörungen.
 
 

Mutmaßlicher Einbrecher vor Gericht

Ein 57 Jahre alter Wuppertaler muss sich heute wegen mehrerer Wohnungseinbrüche vor dem Amtsgericht verantworten. In der Norrenbergstraße in Heckinghausen soll er vor einem Jahr versucht haben, in vier benachbarte Häuser einzubrechen. Überall wurden Terrassentüren und Fenster beschädigt, heißt es in der Anklage, aber nur in Haus kam er tatsächlich rein. Dort wurden Armbanduhren und 70 Euro in bar gestohlen.
 
 

Eurobahn-Streik: Probleme bei RE13

Der Regionalexpress 13 nach Hamm und Venlo fällt heute in Wuppertal immer wieder aus. Die Gewerkschaft EVG hat die Mitarbeiter des Betreibers Eurobahn NRW-weit zu einem Streik aufgerufen - offiziell bis 9 Uhr. Allerdings gibt es weiterhin Probleme, weil es noch nicht wieder richtig läuft. Es ist bereits der zweite Streik bei der Eurobahn. Aktuell gibt es einen Tarifstreit, die EVG fordert 7,5 Prozent mehr Geld für die Mitarbeiter.
 
 

Konzept für mehr Fahrradfahrer in Wuppertal

Wuppertal kann und muss mehr für Fahrradfahrer tun. Das steht im neuen Radverkehrskonzept der Stadt. Es beschreibt die Chance und Möglichkeiten für eine fahrradfreundliche Stadt. Die Stadt will ausdrücklich mehr Wuppertalerinnen und Wuppertaler aufs Fahrrad bringen. Die Grünen sagen nach Lektüre des neuen Konzepts: Das ist möglich. Die Nordbahntrasse zeige, dass eine gute Infrastruktur die Zahl der Radfahrer rasant erhöht. Der Siegeszug der Pedelecs führe dazu, dass die Topographie Wuppertals immer weniger ein Problem für den Radverkehr darstellt. Das Konzept mahnt Investitionen an, Kreuzungen müssten umgebaut, Radwege saniert und zusammengeführt werden. Grüne und Linke fordern, die Forderungen nicht wegen der knappen Kassen zu ignorieren.
 
 

Verbraucherzentrale mahnt zur Vorsicht bei Handyverträgen

Fast jeden Tag kommen Wuppertaler wegen überhöhter oder undurchsichtiger Handyrechnungen zur Verbraucherzentrale. Häufig können sie sich die Forderungen der Anbieter nicht erklären. Manchmal liegt es an Angeboten von Dritten, Kosten können durch versehentlich angeklickte Werbebanner entstehen. Aber auch das Kleingedruckte in Verträgen ist oft Grund für die hohen Kosten. Sabine Spielmann von der Verbraucherzentrale Wuppertal empfiehlt grundsätzlich keine Verträge im Handy-Shop abzuschließen: "Die bieten nie die Möglichkeit, den Vertrag nochmal mit nach Hause zu nehmen. Da soll möglichst bald die Unterschrift gesetzt werden." Die Experten sagen: Egal ob online oder im Shop, man sollte sich die Zeit nehmen, den Vertrag vollständig durchzulesen, bevor man ihn unterschreibt. "Auf keinen Fall einfach so unterschreiben und sich den Vertrag auch nochmal erklären lassen", empfiehlt die Wuppertaler Rechtsanwältin Hannah Rehage-Bräutigam.
 
 

Alte Schwebebahn kommt nach Olpe

Eine alte Schwebebahn verlässt heute Wuppertal. Der Wagen der 72er-Baureihe wird nach Olpe gebracht. Eine Stahlfirma aus der Kleinstadt im Sauerland hat ihn gekauft. Die Mitarbeiter haben extra ein eigenes Schwebebahngerüst hergestellt, an das der Wagen gehängt wird. In der Werkstatt in Vohwinkel ist die Bahn schon in der vergangenen Woche vom Gerüst geholt und dann in drei Teile zerlegt worden. Die werden heute mit drei Tiefladern nach Olpe gebracht. Das Unternehmen "AOS Stahl" integriert sie dort in eine Ausstellung für seine Zäune und Tore.
 
 

Baustelle am Luisenviertel

Die Einfahrt ins Luisenviertel am Robert-Daum-Platz ist ab heute gesperrt. Die Friedrich-Ebert-Straße bekommt dort einen neuen Fußgängerüberweg. Nahe der Einmündung Briller Straße wird die Straße dafür neu gepflastert, der Überweg wird barrierefrei sein, so dass auch Menschen mit Behinderung dort sicher über die Fahrbahn kommen. Zwei Wochen sollen die Bauarbeiten dauern. In dieser Zeit kann man von der Briller Straße nicht in die Friedrich-Ebert-Straße einbiegen. Umleitungen werden ausgeschildert.
 
 
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