Nachrichten vom 16.04.2018

Zeugen belasten Springmann-Enkel

Im Springmann-Prozess haben heute mehrere Bekannte des ermordeten Unternehmers ausgesagt. Sie haben den angeklagten Enkel mit ihren Aussagen belastet. Einer der Zeugen ist Prorektor der Uni Wuppertal. "Der lügt mich an". Das soll Enno Springmann bei einem Gespräch über seinen Enkel gesagt haben. Der Unternehmer wollte vom Prorektor wissen, ob es für bestandene Prüfungen keine Scheine mehr gibt. Diese Lüge hatte der Enkel ihm offenbar aufgetischt. Springmann wollte den Enkel danach zur Rede stellen. Der Steuerberater des Unternehmers berichtete von einem weiteren Konflikt: Springmann habe seinem Enkel eine halbe Million Euro geschenkt, der Enkel habe die aber nicht versteuert. Am Tag des Mordes habe der Großvater mit ihm darüber sprechen wollen. Der Enkel ist angeklagt, mit einem Komplizen beide Großeltern ermordet zu haben.
 
 

IHK protestiert gegen Bahn-Pläne

Ein fatales Zeichen für den Wirtschaftsstandort Wuppertal - so reagiert die Industrie- und Handelskammer auf die ICE-Pläne der Bahn. Die überlegt, die Zahl der ICE-Halte in unserer Stadt auf der Strecke Köln-Berlin zu halbieren. Bisher halten die Züge stündlich. Diese gute Anbindung an die Hauptstadt sei ein wichtiger Standortfaktor, sagt IHK-Geschäftsführer Michael Wenge. Die Bahn müsse unbedingt daran festhalten. Die IHK werde gemeinsam mit allen Politikern aus unserer Region und den Stadtverwaltungen von Wuppetal, Solingen, Remscheid und Hagen gegen alle Kürzungspläne kämpfen.
 
 

Gibbon im Zoo gestorben

Im Wuppertaler Zoo ist ein Affe eingeschläfert worden. Der 31jährige Weißhand-Gibbon war schwer krank. Der Herzfehler konnte nicht mehr behandelt werden. Die Weißhand-Gibbons sind die Affen, die am großen Teich leben und dort auch oft draußen sind. Jetzt lebt nur noch ein Tier dort - ein Sohn es jetzt verstorbenen Affen - aber in Kürze wird er Gesellschaft durch ein Weibchen bekommen.
 
 

Kaum noch echte Metzgereien

Die Zahl der Metzgereien in Wuppertal hat in den vergangenen Jahren drastisch abgenommen. Aktuell gibt es nur noch 10 reine Metzgereien in unserer Stadt. Vor sechs Jahren gab es noch doppelt so viele. 1994 waren es sogar noch 69 Betriebe. Die Zahl ist seitdem kontinuierlich zurückgegangen. Diese Entwicklung ist vor allem auf die fehlende Kundschaft und auf die Nachwuchsprobleme zurückzuführen. Die Kunden kaufen Fleisch und Wurst häufiger im Supermarkt oder Discounter. Immer weniger Azubis würden sich für das Fleischerhandwerk interessieren. Bundesweit verliert das Fleischerhandwerk in etwa 600 Betriebe.
 
 

Schwerer Unfall beim Klettern

Bei einem Unfall in der Kletterhalle "Wupperwände" ist ein junger Sportler schwer verletzt worden. Der 22-jährige war gestern 15 Meter in die Tiefe gestürzt. Laut Polizei schwebte der junge Mann zunächst in Lebensgefahr, inzwischen ist er über den Berg, liegt aber noch auf der Intensivstation. Nach ersten Erkentnissen hatte sich beim Abseilen ein selbstgebundener Knoten gelöst. Es gibt keine Hinweise auf Fremdverschulden.
 
 

Forensik im Regionalplan

Die Pläne für den Bau einer Forensischen Klinik haben eine weitere Hürde genommen. Der Regionalplan ist jetzt offiziell geändert - dort ist eine Fläche "Klinik Wuppertal" an der Kleinen Höhe ausgewiesen. Etwas anderes als eine Klinik darf auf dem Gelände an der Stadtgrenze zu Velbert nicht entstehen. Die Nutzung sei festgeschrieben, sagt die Bürgerinitiative "Keine Forensik auf Lichtscheid". Die ist mehr als zufrieden mit der Entwicklung. Ihre Nachbarschaft scheint als Standort für die Klinik nicht mehr in Frage zu kommen. Die Bürgerinitiative will aber Klarheit, was stattdessen mit dem Gelände passiert, auf dem bisher die Bereitschaftspolizei ist. Unklar ist bisher, ob die Polizei dort bleibt, oder ob dort ein Wohngebiet hinkommt.
 
 

Ein Roboter für die Junior-Uni

Der Förderverein für die Junior-Uni hat seinen 10. Geburtstag gefeiert. Der Verein unterstützt die deutschlandweit einmalige Bildungseinrichtung mit Geld und persönlichem Engagement. Zum 10jährigen Bestehen schenkte der Verein der Junior-Uni einen humanoiden Roboter, der künftig in den Kursen zum Einsatz kommen soll. Der Förderverein hat mehr als 1.100 Mitglieder. Seine Mitgliedsbeiträge gehen komplett und direkt weiter an die Junior-Uni.
 
 

Jusos gegen AZ-Schließung

Die Diskussion um das Autonome Zentrum an der Gathe geht weiter. Die Jusos - die Nachwuchsorganisation der SPD - spricht sich für den Erhalt aus. Vorher hatten CDU und FDP über eine Schließung des Zenturms nachgedacht. Hintergrund sind Angriffe auf Parteibüros von SPD, CDU und FDP. Zu denen hatten sich Autonome bekannt. Die Jusos sagen: bisher ist nicht einmal klar, dass die Täter aus dem Umfeld des Autonomen Zentrums kommen, geschweige denn, dass das AZ selbst etwas damit zu tun hat. Die Jusos fordern vom AZ aber ein Bekenntnis zur Gewaltlosigkeit.
 
 

Gasgeruch in Vohwinkeler Klinik

Eine Klinik für Alkoholiker in Vohwinkel ist heute von der Feuerwehr vorübergehend geräumt worden. Am Mittag fiel in der Klinik an der Hammersteiner Allee auf, dass es nach Gas riecht. Die Feuerwehr evakuierte die alte Villa und suchte dann nach der Quelle des Geruchs. Die wurde nicht gefunden, die gemessene Konzentration war aber nur unwesentlich, deswegen konnte der Betrieb in der Klinik nach kurzer Zeit wieder aufgenommen werden.
 
 

Weniger ICEs von Wuppertal nach Berlin?

Die Deutsche Bahn überlegt nach einem Bericht der Westfalenpost, den ICE nach Berlin nur noch jede zweite Stunde in Wuppertal halten zu lassen. Das berichtet der Wuppertaler FDP-Bundestagsabgeordnete Manfred Todtenhausen. Er sieht darin einen absoluten Mangel an Wertschätzung für das Bergische Städtedreieck und hofft auf gemeinsame Proteste aller betroffenen Städte sowie der Landes- und Bundestagsabgeordneten. Hintergrund der Bahnpläne ist ein neuer ICE-Sprinter, der ab 2021 nur in Köln, Hannover und Berlin halten soll. Damit der freie Fahrt hat, soll jeder zweite ICE nach Berlin nicht mehr durch das Bergische fahren, sondern nur noch durch das Ruhrgebiet.
 
 

Prozessbeginn: Schuss bei Spielhallen-Überfall

Zwei mutmaßliche Räuber stehen ab heute vor Gericht. Angeklagt sind Vater und Sohn, die beiden sollen vor einem halben Jahr zwei Spielhallen in Wuppertal überfallen haben. Der erste Überfall an der Uellendahler Straße war nicht erfolgreich - eine Mitarbeiterin gab kein Geld heraus, obwohl sie mit einer Pistole bedroht wurde. Beim zweiten Überfall an der Sophienstraße soll der Sohn einer Mitarbeiterin ins Bein geschossen und 600 Euro erbeutet haben. Die Frau brach sich dadurch den Oberschenkel. Die beiden Angeklagten wurden kurz nach den beiden Überfällen auf der Nützenberger Straße im Fluchtauto von der Polizei gestoppt.
 
 

Hoher Schaden durch jugendliche Farbschmierer

Jugendliche haben am Röttgen einen Schaden von 10.000 Euro verursacht. Sie haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag mehrere Hauswände und Glasfassaden mit Farbe beschmiert - außerdem noch eine Tischtennisplatte, eine Parkbank, einen Mülleimer und ein Mofa. Anwohner haben sie beobachtet und die Polizei gerufen. Die konnte offenbar alle erwischen - die Jugendlichen sind 15 bis 18 Jahre alt. Ein 18-Jähriger war so aggressiv, dass er in eine Zelle kam.
 
 

Neuer Polizeipräsident wird vorgestellt

NRW-Innenminister Reul hat heute in Barmen den neuen Wuppertaler Polizeipräsidenten Markus Röhrl vorgestellt. Im Polizeipräsidium gab es am Vormittag eine Feierstunde mit 200 geladenen Gästen. Dort wurde auch die bisherige Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher offiziell verabschiedet.
 
 

SPD-Chef mit 82 Prozent wiedergewählt

Die Wuppertaler SPD hat am Wochenende ihr Führungspersonal gewählt. Parteichef Heiner Fragemann wurde im Amt bestätigt, aber mit keinem guten Ergebnis. Auf dem SPD-Parteitag bekam er 82 Prozent der Stimmen. Das ist nur etwas mehr als bei seiner ersten Wahl vor zwei Jahren. Sein Stellvertreter, Sozialdezernent Stefan Kühn, bekam ein deutlich besseres Ergebnis. Das war vor zwei Jahren auch schon so. Kühn wurde mit 97 Prozent wiedergewählt.
 
 

Umstrittene "Mietpreisgarantie" der LEG

Der Mieterbund in NRW kritisiert die sogenannte "Mietpreisgarantie" der Wohnungsgesellschaft LEG. Die LEG ist in NRW ein Großvermieter, in Wuppertal hat sie über 2.100 Wohnungen. Die "Mietpreisgarantie" funktioniert so: Wenn der Mieter zustimmt, zahlt er zehn Euro mehr Miete und die LEG garantiert, dass es zwei Jahre lang dabei bleibt. Ob das auch Wuppertaler Mietern angeboten wurde, wollte die LEG nicht sagen. Laut Mieterbund lohnt sich das Angebot für einige Mieter, andere könnten sich dadurch aber verschlechtern. Er kritisiert, dass die LEG den Mietern nur zwei Wochen Bedenkzeit gibt. Die LEG hält das für ausreichend, da es sich um ein freiwilliges Angebot handele.
 
 

BHC kann Freitag vorzeitig aufsteigen

Der Bergische Handball-Club hat gewonnen und steht kurz vor dem Aufstieg in die erste Bundesliga. Bei der HSG Nordhorn-Lingen gab es am Wochenende ein 33:28. Falls der BHC jetzt auch sein nächstes Spiel gewinnt, würde er vorzeitig als Aufsteiger feststehen - sieben Spieltage vor dem Saisonende. Der BHC empfängt am Freitag Wilhelmshaven.
 
 

Wuppertaler SV gewinnt in Düsseldorf

Der WSV hat am Wochenende gewonnen. Bei der zweiten Mannschaft von Fortuna Düsseldorf gab es ein 3:1. Der WSV steht auf dem sechsten Tabellenplatz in der Fußballregionalliga.
 
 
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