
Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten nehmen zu
Einen Polizisten bedrohen, eine Polizistin schubsen oder auf Beamte losgehen - diese Fälle passieren immer häufiger, auch in unserer Stadt. Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft beschäftigt sich jeden Monat mit rund 60 Vorfällen dieser Art - also im Schnitt zwei pro Tag. Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert sagt, dass viele Menschen immer aggressiver gegenüber Einsatzkräften sind, vor allem Polizistinnen und Polizisten. Aber Angriffe und Drohungen hätten klare Konsequenzen:
Die Strafen sind durchaus erheblich: Wir haben zum Beispiel jetzt Anhusten eines Beamten mit der Behauptung, man habe Corona. Das hat für denjenigen ein Jahr Haft ohne Bewährung bedeutet. Versuchte Tritte gegen den Kopf eines Beamten: 10 Monate.
Die Aufklärungsquote sei hoch, sagt Baumert. Deswegen könne man viele Fälle auch vor Gericht bringen. Das Sonderdezernat dazu gibt es seit fast vier Jahren. Mehrere Staatsanwältinnen und -anwälte kümmern sich da um Fälle rund um Angriffe auf Vollstreckungsbeamte.
Veröffentlicht: Mittwoch, 11.03.2026 04:50