
Gewerkschaften finden Mindestlohn zu niedrig
Mit dem Start ins neue Jahr ist der Mindestlohn gestiegen. Er liegt jetzt bei 13,90 Euro pro Stunde - in einem Jahr klettert er dann auf 14,60 Euro. Der Deutsche Gewerkschaftsbund für uns im Bergischen sagt, dass der Mindestlohn damit weiter zu niedrig ist. Aufgrund der europäischen Mindestlohn-Richtlinie wäre eine Erhöhung des Mindestlohnes auf 15 Euro je Stunde notwendig gewesen, heißt es. Von der Bundesregierung fordert man, sich an die europäischen Vorgaben zu halten. Die Gewerkschaften fordern gute Arbeit und gute Löhne – und die gebe es nur mit Tarifverträgen. Deswegen müsse die Tarifbindung gestärkt werden. Das im NRW-Kabinett beschlossene Tarifentgeltsicherungsgesetz sei ein Erfolg für die Gewerkschaften. Aber: das Gesetz umfasse lediglich Landesvorgaben. Kommunen sollen außen vor bleiben, obwohl sie rund 75 Prozent der öffentlichen Aufträge in NRW vergeben. Damit würde die Chance verpasst, auch in Städten wie Wuppertal für faire Wettbewerbsbedingungen zu sorgen.
Veröffentlicht: Freitag, 02.01.2026 05:36