
Hackerangriff auf Wuppertaler Supermarkt
Der CAP-Markt am Eckbusch musste seine gekühlten Waren entsorgen, weil sie nach einem externen Zugriff zu warm geworden waren.
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Externer Zugriff auf Kühlanlagen
Ein Wuppertaler Supermarkt ist offenbar Opfer eines Hackerangriffs geworden. Der CAP-Markt am Eckbusch musste seine Kühl- und Tiefkühlwaren wegschmeißen, nachdem es am vergangenen Wochenende einen externen Zugriff auf die Kühlanlagen gegeben habe, teilt der Markt auf Facebook mit. Jetzt arbeite man daran, die Regale wieder zu befüllen, heißt es. Ähnliche Vorfälle hatte es auch in anderen Supermärkten in NRW gegeben, u.a. in Wetter an der Ruhr. Ebenfalls am vergangenen Wochenende waren Hackerangriffe auf Supermärkte in Schweden, Belgien, Luxemburg und Estland gemeldet worden. Bereits im Oktober hatten IT-Experten vor solchen Attacken gewarnt, Anlass waren ähnliche Vorfälle in Frankreich. Wer für die Angriffe verantwortlich ist, ist noch nicht klar.
So reagiert der Supermarkt
Im Gespräch mit Radio Wuppertal spricht Christoph Nieder, der Geschäftsführer der proviel GmbH, zu der der CAP-Markt gehört, von einem Schock.
"Das Thema digitale Kriminalität hat uns in den letzten Monaten schon beschäftigt und wir haben einige Maßnahmen zum Schutz ergriffen, hätten einen Zugriff auf diese Art aber so nicht erwartet."
Die nun entsorgte Ware habe einen Wert von rund 25.000 Euro gehabt. Bis die Regale wieder voll seien, werde es wohl noch bis Ende der Woche dauern, so Nieder. Er hofft, den Schaden über eine Versicherung regulieren lassen zu können, die der Markt speziell für Cyberkriminalität abgeschlossen, aber bisher noch nie gebraucht habe. Jetzt wolle man aus Fehlern lernen und die digitale Sicherheit in Zusammenarbeit mit dem zuständigen externen Dienstleister weiter erhöhen, etwa mit einer Beschränkung von Fernzugriffen.