
Keine Züge mehr: Generalsanierung läuft an
Am Wuppertaler Hauptbahnhof laufen schon erste Vorarbeiten für die Generalsanierung der Bahn, die übermorgen beginnt. Außerdem werden schon Bauflächen eingerichtet. Wie berichtet fahren ab Freitagabend (06.02.) fünf Monate lang keine oder nur eingeschränkt Züge auf der Strecke Köln-Wuppertal-Hagen. Dann sind 200 Ersatzbusse unterwegs, die aber doppelt so lange brauchen, wie sonst die Züge. Dafür sind es moderne und gut eingerichtete Solo- und Gelenkbusse, sagt Bahn-Projektleiter Selim Yilmaz:
Wir haben hier WLAN an Bord, wir haben digitale Fahrgastinformationssysteme, wir haben sehr komfortable Sitze, eine tolle Beleuchtung und natürlich bestens motivierte Fahrerinnen und Fahrer, die gerne unsere Fahrgäste ab Freitag befördern werden.
Während der Generalsanierung gibt es 83 Ersatzhaltestellen. Die liegen aber nicht immer direkt am Bahnhof. Die Ersatzhaltestelle für den Wuppertaler Hauptbahnhof ist zum Beispiel an der Stadthalle. Eine Übersicht mit allen Infos haben wie hier zusammengestellt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 04.02.2026 05:13
Großes Bus-Konzept
Rund 430 Busfahrerinnen und -fahrer übernehmen ab Freitagabend den Schienenersatzverkehr. Bei Probefahrten wurden die Busfahrerinnen und Busfahrer in der realen Umgebung geschult, sie kommen aus zwölf europäischen Ländern. Bei früheren Bahnsperrungen gab es auch schon Busfahrer, die sich verfahren haben. Die DB stellt allen, die eine Unterkunft benötigen, kostenlosen Wohnraum in der ganzen Region zur Verfügung. Außerdem gibt es Live-Tracking der Busse, sagt Projektleiter Selim Yilmaz:
Wenn wir von vor Ort eine Meldung bekommen, dass es zum Beispiel eine Baustelle gibt und eine Umfahrung notwendig ist oder sogar eine Haltestelle deswegen ausfallen muss, dann kann das von der Leitstelle direkt verarbeitet werden und verarbeitet heißt, dass es direkt in alle digitalen Auskunftsmedien gespielt werden kann, sodass die Fahrgäste eigentlich live erfahren, wie ihre Fahrt jetzt weiter verläuft oder wo sie vielleicht als nächstes aussteigen können.
In den vergangenen Wochen sei der Busverkehr akribisch vorbereitet worden, heißt es von einer Bahnsprecherin. Fest steht aber schon jetzt, dass die Busse meist doppelt so lange unterwegs sind, wie die Züge. Auch wenn der Hauptbahnhof quasi bald leer und Baustelle ist: Die Bahnhofsmission bleibt vor Ort.
