
Mehr Gewaltstraftaten in Wuppertal
In Wuppertal gibt es immer noch ein großes Problem mit Gewaltstraftaten. Das steht in der aktuellen Kriminalstatistik für 2025. Unter Gewaltstraftaten fallen Delikte wie Mord, Raub, sexuelle Nötigung und Körperverletzung. Der leichte Anstieg um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist ein großes Problem, sagt Polizeipräsident Markus Röhrl:
Das hat sich im Grunde genommen zum letzten Jahr wenig verändert. Wir beklagen immer noch ein hohes Maß an Gewaltkriminalität, an Straßenkriminalität, und das ist unser erster Fokus auch im kommenden Jahr.
Die Polizei möchte jetzt mehr Präventionsmaßnahmen durchführen und will gemeinsam mit der Stadt ein "Haus des Jugendrechts" eröffnen, um vor allem Jugendliche aus der Kriminalität zu holen - hierbei geht es vor allem um die Prävention von Straftaten. Rund 20 Prozent der Jugendliche sind im vergangenen Jahr durch Gewaltstraftaten auffällig geworden. Das muss sich ändern. Die Polizei ist jetzt in gemeinsamen Gesprächen mit Stadt und Staatsanwaltschaft und sucht gerade nach geeigneten Immobilien. Wann das Haus des Jugendrechts eröffnet wird ist bisher nicht bekannt, sagt Polizeipräsident Markus Röhrl.
Veröffentlicht: Dienstag, 03.03.2026 05:35
Weniger Betrug
Es gibt aber auch Bereiche, in denen die Kriminalität in leicht zurückgegangen ist. Die Kriminalstatistik weist für das Jahr 2025 auch ingesamt 0,2 Prozent weniger Straftaten aus als im Vorjahr. Rückgänge der Straftaten sieht man vor allem in Bereichen, wie Diebstählen, Einbrüchen und Betrug, sagt Polizeipräsident Markus Röhrl:
Betrugsstraftaten beispielsweise, die konnten wir ein ganzes Stück weit zurückfahren zum Nachteil älterer Menschen, auch mit den Präventionskampagnen, mit mit der Arbeit, die wir über die Presse machen konnten, Präventionsarbeit also, das war sehr erfolgreich.
Der Anteil der älteren Menschen, die um Geld oder Wertsachen betrogen wurden, lag im vergangen Jahr noch bei 186 Personen, inzwischen nur noch bei 103.
Straßenkriminalität gleichgeblieben
In Wuppertal hat es im vergangenen Jahr kaum mehr Straßenkriminalität gegeben. Das zeigt die aktuelle Kriminalstatistik für 2025. Unter Straßenkriminalität fallen Delikte wie sexuelle Belästigung, Taschendiebstahl, Diebstahl von Handtaschen oder aus Autos, Raubüberfälle oder Sachbeschädigung im öffentlichen Raum. Auch wenn der Zuwachs unter 1 Prozent liegt, ist das kein Grund zur Freude, sagt der Polizeipräsident Markus Röhrl:
Im Moment sieht es ein bisschen so aus, dass wir die Spitze des Eisberges erreicht haben und dafür werden mit Sicherheit auch die ein oder anderen Aktionen verantwortlich sein, die wir selber initiiert haben.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 11.434 Fälle von Straßenkriminalität in Wuppertal erfasst.