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Musikgeschäft legt erneut zu - Vinyl-Renaissance geht weiter
© Jens Büttner/dpa/dpa-tmn
Es gibt einen Retrotrend zur Vinylschallplatte. (Symbolbild)
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Musikgeschäft legt erneut zu - Vinyl-Renaissance geht weiter

Eine CD einlegen oder eine Schallplatte auflegen - das geschieht heute immer seltener. Das Geschäft mit dem Verkauf von Musik läuft selten im Plattenlatten, sondern meist elektronisch.

Veröffentlicht: Donnerstag, 26.02.2026 14:46

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Berlin (dpa) - Das Geschäft mit Musik in Deutschland hat 2025 abermals zugelegt, allerdings nicht so kräftig wie im Jahr zuvor. Insgesamt wurde für 2,42 Milliarden Euro Musik digital und auf Tonträgern verkauft, das waren 2,3 Prozent mehr als 2024. Das berichtete der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) in Berlin. Im Jahr zuvor hatte der Verband noch von einem Zuwachs von 7,8 Prozent berichtet.

Die Markttrends bleiben dabei die gleichen: Klassische physische Tonträger haben zusehends ausgedient. Deren Verkauf summierte sich 2025 nur noch auf 345 Millionen Euro - 5,9 Prozent weniger als 2024. Aber wie im Vorjahr bringt der Retrotrend zur Vinylschallplatte ungebrochen Zuwachs mit einem Umsatzplus von 2,8 Prozent. 

Vor allem gefragt: Streaming

Den mit 85,8 Prozent überragenden Marktanteil hält allerdings der digitale Musikverkauf - mit einem Umsatzvolumen von mehr als zwei Milliarden Euro. Das Gros dieser Verkäufe entfällt auf Streaming.

«Angesichts der zunehmenden KI-Durchdringung aller Branchensegmente gilt unser Interesse in besonderem Maß dem Ausbau des digitalen Lizenzgeschäfts, basierend auf einem starken Urheberrecht, das nicht verwässert werden darf», sagte der BVMI-Vorstandsvorsitzende Florian Drücke laut Mitteilung. 

Zudem rückt aus Branchensicht KI als Konkurrent ins Blickfeld.«In dem aktuellen Umfeld ist es wichtig, dass wir gemeinsam noch intensiver die tiefgreifenden Veränderungen des Musicbusiness erklären», hieß es. «Dies in einer Zeit, in der musikalischer "Spitzensport" auf musikalischen "Breitensport" und nun auch immer mehr KI-generierte Inhalte trifft und der Wettbewerb um Aufmerksamkeit konstant weiter zunimmt.»

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© dpa-infocom, dpa:260226-930-740137/1
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