
Staatsanwaltschaft: Noch keine Anzeigen wegen KI-Deepfakes
Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft beschäftigt sich regelmäßig mit sexualisierter Gewalt im Netz. Eine eigene Statistik darüber oder konkrete Zahlen gibt es aber nicht, sagt Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert auf Anfrage von Radio Wuppertal. Ein prominenter Fall sorgt seit Tagen bundesweit für Aufsehen, bei dem KI-generierte Bilder und Pornos ohne Zustimmung erstellt wurden - sogenannte Deepfakes. In Wuppertal wurden bisher nur Fälle mit echten Bildern und Filmen angezeigt, sagt Baumert:
Wo zum Beispiel innerhalb von Liebesbeziehungen Fotos oder Videos aufgenommen werden, die dann den jeweils anderen vielleicht auch nackt zeigen oder in nochmal kompromittierender Weise. Und wenn die Sache dann zu Ende geht, die Beziehung, dann wird dann auch gerne mal sowas gepostet. Manchmal auch unter falschen Accounts. Da werden dann Werbeanzeigen geschaltet; als angebliche Prostituierte sucht man dann Kunden. Und hat dann als Werbebilder das, was man früher für den eigenen Freund angefertigt hat. Das haben wir natürlich, das verfolgen wir auch.
Bundesweit gibt es aktuell eine Debatte darüber, die bestehenden Gesetze im Sexualstrafrecht zu verschärfen. Baumert sieht in solchen Fällen den Tatbestand des Kunst-Urhebergesetzes verletzt, der wird mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von einem Jahr bestraft.
Veröffentlicht: Dienstag, 24.03.2026 04:50