
Untersuchung: sexualisierte Gewalt in der ev. Kirche?
Die Evangelische Kirche in Wuppertal prüft, ob es hier Fälle von sexualisierter Gewalt gab. Sie untersucht systematisch alle Personalakten von den Nachkriegsjahren bis heute. Es geht vor allem um die Mitarbeitenden, die engen Kontakt zu Menschen hatten: Gemeindepädagogen, Jugendleiter, Gemeindeschwestern, Küster und Kirchenmusiker. Von Pfarrern hat der Evangelische Kirchenkreis in Wuppertal nur die sogenannten „Nebenakten“ mit Urlaubsanträgen, Krankmeldungen oder Schriftverkehr. Sechs externe Fachkräfte arbeiten 24 Stunden pro Woche die Personalakten durch. Für das Pilotprojekt hat die Evangelische Kirche in Wuppertal zunächst 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Wenn Hinweise auf sexualisierte Gewalt oder grenzverletzendes Verhalten auftauchen, wird der Fall bei der Landeskirche von Staatsanwältinnen und Staatsanwälten geprüft.
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