
Wuppertal: Millionen-Defizit gefährdet Pina-Bausch-Zentrum
Wuppertal muss noch mehr sparen. Erst vor vier Monaten hatte die Stadt ein Sparprogramm beschlossen, aber die Zahlen sind seitdem noch schlechter geworden, allein für dieses Jahr zeichnet sich ein Minus von 17 Millionen Euro ab. An den genauen Zahlen arbeitet die Stadtspitze aktuell noch, wenn die da sind, muss die Politik entscheiden, was sich Wuppertal noch leisten kann und will.
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CDU will auf Pina Bausch nicht verzichten
Und dabei geht es dann auch um das geplante Pina-Bausch-Zentrum im und am ehemaligen Schauspielhaus an der Kluse. Radio Wuppertal hat berichtet. Die Pläne müssen vielleicht abgespeckt werden. Ganz darauf verzichten will CDU-Fraktionschefin Anja Vesper nicht:
Man soll ja niemals nie sagen, aber auf Pina Bausch würde ich nicht verzichten wollen. Nichtsdestotrotz können wir die Augen nicht davor verschließen, dass die Finanzsituation der Stadt schlechter sein soll, als bisher angenommen, es geht dann auch nicht nur um das Pina-Bausch-Zentrum. Es sind auch noch viele andere Großprojekte auf dem Wunschzettel der Stadt und man wird priorisieren müssen.
SPD-Fraktionschef Ben Thunecke wollte sich zum Pina-Bausch-Zentrum vorab gar nicht äußern, er will erst abwarten, welche Finanzzahlen die Stadtspitze präsentiert.
Keine konkreten Aussagen aus der SPD
Vielleicht müssen die Pläne nochmal abgespeckt werden. Konkret dazu wollte SPD-Fraktionschef Ben Thunecke aber erst mal nichts sagen:
Wir müssen immer schauen, welche Ausgaben haben sich erhöht, welche Einnahmensituation haben sich verschlechtert oder verbessert und müssen dann unsere Schlüsse ziehen. Können wir alle Maßnahmen durchhalten oder nicht?
Klar ist, dass der Stadtrat erst am Jahresende endgültig über das Pina-Bausch-Zentrum entscheidet - eigentlich sollte das in drei Wochen passieren. Das Hauproblem dürfte nicht der Bau sein, sondern die Betriebskosten von mehr als zehn Millionen Euro pro Jahr.

