
Neue Möglichkeiten für das Pina-Bausch-Zentrum
Nachdem das geplante Pina-Bausch-Zentrum vor einigen Wochen auf dem Prüfstand und eigentlich fast auf der Kippe stand, gibt es jetzt doch Möglichkeiten, dass das Großprojekt in Wuppertal realisiert werden kann.
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HSK-konforme Pläne
Der neue Kulturdezernent Hagen Lippe Weißenfeld hat am Abend (28.09.) im Rat Zahlen präsentiert, die es so noch gar nicht gegeben hat. Demnach würde es nach jetzigem Planungsstand knapp 70 Millionen Euro teurer. Statt 160 Millionen soll das Pina-Bausch-Zentrum 228 Millionen kosten. Jetzt will die Verwaltung zusätzlich neue Vorschläge präsentieren, sagt Kulturdezernent Hagen Lippe-Weißenfeld.
Insofern kriegt der Rat in wirklich absehbarer Zeit weitere drei Varianten, alle ähnlich und transparent durchgerechnet und dargelegt. Dann kann der Rat in voller Kenntnis der Umstände Haushaltssicherungskonzept-konforme Entscheidungen treffen und ich glaube, Pina Bausch hat eine Chance. Ich freue mich jedenfalls drauf.
Nun werden unterschiedliche Varianten geprüft. Geplant war das ehemalige Schauspielhaus umzubauen und einen Glasbau daneben zu errichten. Was alles realisiert werden kann, wird sich zeigen. Mit dem Pina-Bausch-Zentrum will die Stadt dem weltberühmten Tanztheater eine Heimat geben.
Raktionen aus der Politik
Drei Varianten mit drei verschiedenen Kalkulationen - das ist ein guter Schritt, findet CDU Fraktionsvorsitzende Anja Vesper:
Ich finde das genau richtig. Wir sollten auch in Zeiten, wo die Kassen knapp sind, den Mut nicht verlieren und diese Chance vergeben, die Wuppertal jetzt hat. Pina Bausch hat unglaublich viel Mut gehabt, hat manchmal auch nicht gewusst, wie es weitergehen soll und wir bekommen doch jetzt. Bis Jahresende Wege und Mittel aufgezeigt, darüber nachzudenken, in welcher Form wir das Pina-Bausch-Zentrum realisieren möchten. Und ich bin ganz sicher für die CDU sagen zu können, ja, wir möchten.
Ähnlich äußert sich auch Ben Thunecke, der SPD-Fraktionsvorsitzende:
Im besten Fall werden wir eine Variante finden, die für uns realistisch umsetzbar ist, die wir auch in den Haushalt passend kriegen, bestenfalls ohne massive Anschnitte in andere Bereiche, weil da werden wir drauf schauen müssen, was heißt das für andere Maßnahmen und Arbeitsbereiche der Stadt Wuppertal. Das wäre die ideale Lösung, dass wir einen Weg finden, wie es realisiert werden kann, ohne woanders Einschnitte zu haben und das Ganze auch noch im Sinne der Bezirksregierung auch noch später genehmigungsfähig wird.


